Herzlich willkommen!

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Liebe Brüder und Schwestern,

endlich Urlaub, heisst es jetzt für Viele. Ferien vom Alltagstrott, von der Schule, vom Beruf … aber hoffentlich nicht von Gott. Möglicherweise gibt es gerade jetzt ein bisschen Zeit, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Ich habe ein Gedicht gefunden, das diese Gedanken zusammenfasst, vielleicht finden wir etwas für uns in den nachfolgenden Zeilen:

 

Urlaub (von Joachim Krebs/2006)

Man packt die Koffer, und den Wagen, dem Alltag „Lebe wohl“ zu sagen.
Scheut keine Kosten, keine Mühen, sich Stress und Hetze zu entziehen.

Man wünscht sich Ruhe und Erholung, den Urlaub sieht man als Belohnung
für ein Jahr Schaffen und sich quälen, doch lassen sich die Tage zählen,
an denen man beschwingt und heiter, der alte Trott geht bald schon weiter.

Da wäre es doch angebracht, dass auch der Alltag Freude macht.
Da wäre es doch wirklich schön, könnt man den Sinn von allem sehn.

Wie wär’s, wenn wir an allen Tagen, den nach dem Ziel des Lebens fragen,
der Tag und Stunden ausgedacht, den, der die Welt für uns gemacht?

Er muss doch wissen, was er wollte. Er kann wohl sagen, was das sollte:
Geboren werden, um zu sterben? Arbeiten und Besitzen für die Erben?

Leben, grad nur um zu leben? Über andre sich erheben?
Das Beste aus dem Leben machen, erst füllt man sich den eignen Rachen?

Oder IHM die Ehre geben, seinen Blick zu IHM erheben?
Als Geschöpf den Schöpfer ehren, IHM die Herrschaft nicht verwehren.

Dunkle Tage würden hell, helle Tagen würden schnell
wieder uns zum Danken bringen, und wir könnten fröhlich singen,
diesem Gott, der unsre Welt immer noch am Leben hält.

Ob nun Urlaub oder nicht, ob quälende Fragen, ob freie Sicht,
ob alles normal und ganz alltäglich, ob froh wie ein Kind, ob kaum erträglich:

Gott hat versprochen, er ist hier, bei jedem von uns, bei Dir und mir.
Dass wir nicht übersehen den, der uns liebt! Dass wir IHN lieben, der uns alle gibt.

 

Ich wünsche Ihnen frohe und erholsame Urlaubstage!

 

Ihr Pfarrer