Verehrte Leserinnen und Leser,
kommt es Ihnen auch so vor, als wenn wir erst kürzlich die Eier zu Ostern farblich gestalten würden? Kaum zu fassen, wir haben nun schon den vierten Adventsonntag. Schnell ist die Zeit dazwischen vergangen; bei den Kindern dauert das noch etwas länger.
Der Advent schon mit seiner Namensgebung kündet die Ankunft eines wichtigen Ereignisses an, denn „adveniat“ zielt in die Zukunft. Somit ist der Advent nicht das Ziel an sich, sondern lediglich der Weg, der in dem hohen Weihnachtsfest mündet. Vorbereitungen auf dieses Fest sind möglicherweise weitgehend gediegen, und wenn nicht, dann haben wir noch einige Tage, die uns die Chance bieten, das nötige zu tun. Dabei mag der Leser (meine tiefe Verneigung vor allen Damen, aber bleiben wir bei der männlichen Form) an den Tannenbaum, Lichterketten, Geschenke, Speisen usw. denken – mit Sicherheit ist das auch nicht unwichtig. Ist das aber schon alles? Wozu machen wir das?
Schaffen wir dieses Fest ab! – das ist doch kein Grund für moderne und aufgeklärte Menschen, ein Fest zu feiern, oder ersetzen wir die Inhalte dieses Festes mit anderen (Un-) Werten! Per Anordnung eines noch amtierenden Diktators eines armen Landes wurde die Geburtstagsfeier seiner Grossmutter allen dort lebenden Christen auferlegt. Sehr modern und frei von den christlichen Gängelungsformen! Wollen wir diesen aufgeklärten Weg in einer an uns angepassten Form als zukunftsorientiert deklarieren?
Unsere Fundamente bildet das Christentum. Er, Christus, den wir zu Weihnachten feiern, ist das Zentrum. Entfernen wir nicht die Fundamente! Tun wir das, dann stellen wir uns nur die Zukunft der Bauten ohne feste, erprobte, in die geologische Masse fest verankerte Fundamente vor! Dort kann man nicht leben.
Advent ist eine Besinnungszeit, eine Zeit, in der jeder Korrekturen im eigenen Leben anbringen kann. Einige Tage haben wir noch. Angelus Silesius (Johannes Scheffler) brachte den Kern der Botschaft mit folgenden Worten zutage: «Wird Christus tausendmahl zu Bethlehem gebohrn / Und nicht in dir; du bleibst noch Ewiglich verlohrn». So ganz dumm ist sein Spruch nicht. Es ist wichtig, diesen nicht nur zu „überfliegen“, sondern sich an den mir damit geschenkten Inhalt zu besinnen.
Ein „erfolgreiches“ und reiches Adventsende und schöne, gesegnete Weihnachtstage
wünscht Ihnen
Christoph Willa (17.12.2025)
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