Herzlich willkommen!

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Liebe Schwestern und Brüder,

die Zeit der Feiertage, wie Weihnachten, Kartage, Ostern, Pfingsten, liegt einerseits hinter uns, andererseits kommt sie wieder. Nach dem Hohen Pfingsttag begann die Zeit „im Jahreskreis“. Der Sonntag der Heiligsten Dreifaltigkeit, mit dem Firmfest für 16 Jugendliche unserer Pfarrei, gab der ruhigeren Zeit im kirchlichen Kalender, in der auch die grossen Schulferien stattfinden, einen besonderen Auftakt: der Eine und dennoch Dreifaltige geht mit uns in den Alltag, in den Alltag der Kirche und den des Lebens. Er will uns beistehen, will uns heiligen und mit seiner Gegenwart erfreuen. Er sagt uns nicht, dass uns niemals etwas passiert, dass wir stets gesund und vor jeder Gefahr geschützt bleiben. Er sagt uns, dass er bei uns in jeder Lebenslage bleibt – wenn wir das nur wollen. Wir brauchen niemals allein sein. Manchmal dürfen wir mit ihm unser Kreuz teilen, manchmal tragen wir an seinem Kreuz mit um reifer zu werden. Ups…, das ist das, worauf es ankommt: wir sollen nicht flacher und ausgeholter, leerer und inhaltsloser, sondern reifer, besser, erfahrener, heiliger werden: da ist leider die „Auua“ – Erfahrung unersetzlich! Wir brauchen sie, wie ein kleines Kind, dem schon mehrmals gesagt worden ist, dass die Herdplatte heiss ist und deshalb nicht berührt werden darf. So sind wir manchmal.

Und dennoch sind wir die geliebten Kinder Gottes. Er hält uns nicht unter einer Glashaube steril und vor jeglicher Erfahrung fern, sondern natürlich und frei. Er liebt uns ferienfrei in jedem Augenblick unseres Daseins. Liebe will jedoch nicht einseitig bleiben. Wie sieht das unsererseits aus?

Schöne, erholsame, unfallfreie, ohne Sondererfahrungen glückliche Ferien, wann immer diese auch genossen werden können: machen wir Ferien von der Arbeit nicht aber von Gott!

Ihr Pfarrer