Herzlich willkommen!

Leben ist stark

Am Karfreitag stand im Fokus der Verkündigung der Gekreuzigte, der am Dritten Tag sein Grab verliess und danach vielen Menschen begegnete. Der Hintergrund dieser Ereignisse wird weniger beachtet, auch die sehr wichtigen Worte Jesu, die er vom Kreuze her an zwei Zeugen dieser Tragödie gerichtet hatte. Er wandte sich zuerst an seine Mutter hin mit der Aussage: „Frau, siehe, dein Sohn“ und dann an den einzigen gegenwärtigen Vertreter der jungen noch Kirche – die anderen waren aus purer Angst um ihre Zukunft, ihre Karriere nicht dabei – und sagte: „Siehe, deine Mutter“ (Joh 19,26-27). Beide Aussagen klingen heutzutage, wie ein Testament vom Kreuze her, wie ein vergessenes und nicht beachtetes Testament des Erlösers.

Der Ostermorgen bringt eine beachtliche Wende und zeigt, dass Gott das Leben will, nicht aber die Grausamkeit des Todes. Auch der Monat Mai demonstriert mit blühenden Blumen, wärmenden Sonnenstrahlen, dass das Leben wieder Fahrt aufnimmt.

Seit vielen Jahrzehnten wird der Monat Mai als Marienmonat begangen. An vielen Orten werden Maiandachten gefeiert, Menschen erinnern sich, dass Maria doch der Kirche als Mutter geschenkt worden ist. Sie wird als Fürsprecherin, aber auch als Königin des Friedens angerufen.

An trauriger Aktualität scheint die Enzyklika „Christi Matri“ von Papst Paul VI. zu gewinnen: „Wir rufen dieses Jahr alle Söhne und Töchter der Kirche zu besonderen Bitten zur Mutter Gottes auf: denn es wächst die Gefahr eines noch grösseren und weiter um sich greifenden Unheils, das die Menschheit bedroht. (…) Nichts scheint uns zeitgemässer, nichts besser, als dass sich die ganze Christenheit im Gebet an die Mutter Gottes wende, an die `Königin des Friedens, damit sie uns in dieser übergrossen Not und Bedrängnis ihre Gaben gnädig und reich schenke.“

Lasst uns das Wunder des Lebens betrachten und uns an diesem grossen Geschenk immer wieder erfreuen!

Ihr Pfarrer

Christoph Willa (11.05.2022)