Herzlich willkommen!

Liebe Pfarrangehörige, verehrte Gäste,

In das Neue Jahr gehen wir mit dem Neugeborenen aus Bethlehem. Wir erkennen in ihm der Herrn der Zeit und den König der kommenden Herrlichkeit. Wir haben ihn zu Weihnachten etwas spärlicher, als sonst in den vergangenen Jahren begrüsst in einem Krippelein, nicht jedoch in einem von Bodyguards abgeschirmten und gut bewachten Palais. Die Engelchöre wiesen auf ihn, als auf den Friedensbringer, hin. Nehmen wir ihn in das Neue Jahr mit, dann nehmen wir nicht denjenigen, der uns Reichtümer und auf Konsumgütern basierendes Wohlergehen verspricht, sondern uns den innigen, göttlichen Frieden und eine innere Gelassenheit zu schenken bereit ist. Diese Gaben benötigen wir nach der durch die Pandemie gedrosselten Zeit dringender, als glänzende materielle Ausstattungen, die sich vielmals schneller, als gedacht, als der Müll von Morgen entpuppen.

Der liturgische Kalender stellt uns am ersten Jahrestag das Fest der Gottesmutter Maria vor. Damit wird nochmals verdeutlicht, dass das Kind aus Bethlehem Gott selbst ist. Später, in seinem Testament vom Kreuze her, wendet sich Jesus an Johannes den Evangelisten und in ihm an die ganze Kirche hin „Siehe, deine Mutter!“. Somit preist die Kirche Maria sowohl als die Muttergottes, als auch die Mutter der Kirche. Wer kann sich – von Ausnahmen abgesehen – mehr um die Kinder kümmern, als die eigene Mutter? Es ist gut in das Neue Jahr mit Maria – unserer Fürsprecherin und Mittlerin – hinzugehen, wir brauchen ihren Schutz nach dem sonderbaren, zu Ende gehenden Jahr 2020!

Sei mir gestattet Ihnen allen ein gesegnetes, gutes, gesundes und gelungenes Jahr, frei von unguten Überraschungen zu wünschen!

Christoph Willa (31.12.2020)