Herzlich willkommen!

Liebe Schwestern und Brüder, verehrte Leserinnen und Leser,

Liebe Schwestern und Brüder im auferstandenen Herrn, verehrte Leserinnen und Leser,

die „Corona – Zeit” brachte zahlreiche Einschränkungen unseres gewöhnlichen Lebens mit sich, die in der Schweiz noch sehr human waren und sind. Viele Menschen empfanden sie dennoch als sehr gravierend – halten wir durch! Restriktionen in manchen Ländern greifen viel tiefer in die Persönlichkeitssphäre, als das bei uns der Fall ist und verursachen sehr unerwünschte depressive Reaktionen, die ja eigentlich niemand braucht. Es ist gut zu erkennen, dass die Hoffnung auf eine „Normalität“ von einer ganz besonderen Bedeutung ist. Die Hoffnung ist unser Träger, und wir hoffen auf Gott. Christus hat letztendlich nach allen Einschränkungen, die er zu erdulden hatte, den Stein, in den wir alle Lasten hinein interpretieren, vom Grabe weggewälzt – er wird auch den uns drückenden Stein beseitigen.

Die Einschränkung unserer Freiheit lässt mich über die grosse Gabe Gottes nachdenken, die die Freiheit überhaupt ist. Lästernd gesagt könnte man meinen, das sei ein Fehler Gottes, dass er dem Menschen die Freiheit gab (?). Aus der persönlichen Freiheit entstehen Entscheidungen zwischen verschiedenen Handlungsalternativen, die manchmal zum Besten, manchmal aber zum Nachteil führen können. Aus der Gabe der Freiheit entstehen Entscheidungen, die anderen Menschen Freude bescheren, aus der gleichen Gabe Gottes ergeben sich manche Entscheidungen, die dem Entscheidenden selbst, seiner Umgebung und Dritten das Leid hinzuführen. Manchmal fragen wir als Beobachter solchen Situationen, warum lässt Gott so was zu, dass ein Mensch dem anderen Schwierigkeiten macht? Warum lässt Gott das Leid überhaupt zu? Eben, er hat die Freiheit als sein Geschenk an alle gleichmässig verteilt. Dann müsste man logischerweise fordern, dass nur solche Entscheidungen aus der Freiheit der Menschen getroffen werden dürfen, die gut sind. Nun aber gut für den Einen muss nicht unbedingt gut für den anderen werden. „Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst“ – und viele ähnliche Ratschläge finden wir in der Schrift der Schriften. Wir müssen uns nicht daran halten, denn wir sind frei – hat dann Gott nicht gesagt, dass wir eines Tages die Rechenschaft ablegen müssen über das Walten unserer persönlichen Freiheit, die auf dem Rücken eines anderen Menschen ausgetragen wurde?

Lasst uns die Freiheit Gottes zum Wachsen gebrauchen, nicht zum Vernichten. Freiheit ist zugleich die Übernahme einer enorm grossen Verantwortung. Diese tragen wir nicht nur für uns persönlich, sondern auch für andere.

Ich bin so frei, dass ich Ihnen Gesundheit und alles Glückliche für die uns bevorstehende Zeit wünsche: bleiben Sie gesund, entscheiden Sie sich für Christus jeden Tag aufs Neue. Ich weiss, er wird mich nie enttäuschen

Freundliche Grüsse

Christoph Willa, Scuol (05.05.2020)

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